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Verfahrensjahre

Veranstaltungen NRW

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Neues QS-Verfahren Qesü-RL

Am 1. Januar 2017 ist das sektorenübergreifende QS-Verfahren Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen nach der „Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung“ (Qesü-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gestartet.

Das IQTIG hat ein Informationsschreiben für teilnehmende Leistungserbringer veröffentlicht:

Das Schreiben finden Sie hier.

Weitere Informationen zum QS-Verfahren nach Qesü-RL finden Sie hier.

Zählleistungsbereiche in der Orthopädie und Unfallchirurgie

Im Erfassungsjahr 2015 wurde die QS-Dokumentation für die endoprothetische Versorgung in der Orthopädie und Unfallchirurgie umgestellt. Bislang wurden unterschiedliche Operationen in separaten Dokumentationsbögen erfasst: die Erstimplantationen z. B. getrennt von den Wechseloperationen.

Mit der neuen Bogenstruktur werden alle dokumentationspflichtigen Knie- bzw. hüftendoprothetischen Operationen eines Aufenthalts nun innerhalb einer Falldokumentation erfasst.

In der Sollstatistik werden daher nicht mehr nur die Fälle, sondern auch die Operationen (Erstimplantation, Endoprothesenwechsel und -komponentenwechsel) abgebildet. Diese sogenannten „Zählleistungsbereiche" erfassen beispielsweise, wie viele Patienten während eines Aufenthalts sowohl eine Erstimplantation als auch einen Wechseleingriff hatten.

Dazu hat das IQTIG Hinweise für die Dokumentierenden und Informationen zur Spezifikation in dem beigefügten Informationsschreiben zusammengefasst.

Das Informationsschreiben zu den Zählleistungsbereichen des IQTIG finden Sie hier:

Informationsschreiben des IQTIG

Im Erfassungsjahr 2017 sind folgende Leistungsbereiche nach QSKH-RL verpflichtend zu dokumentieren:

BeschreibungVerfahrenKürzel
direktindirekt
Ambulant erworbene PneumoniexPNEU
Geburtshilfex16/1
Gynäkologische Operationen (ohne Hysterektomien)x15/1
Herzschrittmacherversorgung (Herzschrittmacher-Implantation 09/1, Herzschrittmacher-Aggregatwechsel 09/2,Herzschrittmacher-Revision/-Systemwechsel/-Explantation 09/3)xHSM

Hüftendoprothesenversorgung (Hüftendoprothesen-Erstimplantation einschl. endoprothetische Versorgung Femurfraktur, Hüft-Endoprothesen-Wechsel und -komponentenwechsel)

xHEP
Hüftgelenksnahe Femurfraktur mit osteosynthetischer Versorgungx17/1
Implantierbare Defibrillatoren - Implantationx9/4
Implantierbare Defibrillatoren - Aggregatwechselx9/5
Implantierbare Defibrillatoren - Revision/Systemwechsel/Explantationx9/6
Karotis-Revaskularisation x10/2
Knieendoprothesenversorgung (Knieendoprothesenversorgung-Erstimplantation einschl. Knie-Schlittenprothesen, Knie-Endoprothesenwechsel und -komponentenwechsel)xKEP
Mammachirurgiex18/1
NeonatologiexNEO
Pflege: DekubitusprophylaxexPflege
Aortenklappenchirurgie, isoliertxHCH
Herztransplantation und HerzunterstützungssystemexHTXM
Kombinierte Koronar -und AortenklappenchirurgiexHCH
Koronarchirurgie, isoliertxHCH
LeberlebendspendexLLS
LebertransplantationxLTX
Lungen- und Herz-LungentransplantationxLUTX
NierenlebendspendexNLS
NierentransplantationxNTX
Pankreas- und Pankreas-NierentransplantationxPNTX

Leistungsbereiche 2017 nach Qesü-RL

BeschreibungKürzel

Perkutane Korornarintervention und Koronarangiographie

PCI

Vermeidung nosokomialer Infektionen - postoperative Wundinfektionen

NWIF

 

Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern QSKH-RL

Spezifikation, Dokumentationsbögen und Ausfüllhinweise 2016

Patienteninformation zu HEP, KEP und HSM-Follow-up:
Am 18.12.2014 wurde im G-BA-Plenum das Patientenmerkblatt zur QSKH-RL beschlossen. Sie finden den Beschlusstext und das Merkblatt (
Patienteninformation zur Datenerhebung Herzschrittmacher-, Hüft- oder Knieendoprothesenversorgung) unter folgendem Link:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2132/

Qualitätssicherungsabschläge und Ausgleiche gem. § 24 QSKH-RL Sanktionsgrenze 95% je Leistungsbereich:

Bei einer Dokumentationsrate eines Leistungsbereiches von unter 95% wird ein Abschlag für jeden nicht dokumentierten Datensatz in Höhe von 150,00 Euro festgelegt. Lag ab dem Erfassungsjahr 2015 die Dokumentationsrate des jeweiligen Leitungsbereiches bereits im Vorjahr unter 95% erhöht sich der Abschlag für jeden nicht dokumentierten Datensatz auf 300,00 Euro.

Finanzierungsvereinbarung

Laut § 21 der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses gemäß SGB V über Maßnahmen der Qualitätssicherung für nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser (Vereinbarung zur Qualitätssicherung) werden die auf der Bundesebene beschlossenen Qualitätssicherungsmaßnahmen nach SGB V über einen Zuschlag auf die Vergütung für jeden abgerechneten vollstationären Fall finanziert.

Die Qualitätssicherungszuschläge bestehen 2017 wieder aus den folgenden Komponenten, der Zuschlagsanteil NRW wurde reduziert da die Mehrwertsteuer entfällt: 

Zuschlagsanteil Krankenhaus:0,70 Euro
Zuschlagsanteil Land (NRW):

0,29 Euro

Datenvalidierung

Vom Gemeinsamen Bundesausschuss wurden zur Prüfung der Daten des Verfahrensjahres 2016 folgende Leistungsbereiche ausgewählt:

  • Ambulant erworbene Pneumonie (PNEU)
  • Knieendoprothesenversorgung (KEP)
  • Nierenlebendspende (NLS)

Das Verfahren besteht aus den folgenden Elementen:

  • Alle gelieferten Datensätze aller teilnehmenden Kliniken werden einer statistischen Basisprüfung mittels ausgewählter Qualitätsindikatoren unterzogen, um auffällige Kliniken zu identifizieren. Mit diesen Kliniken wird in gewohnter Weise ein Strukturierter Dialog geführt und zu den Auffälligkeiten Stellungnahmen angefordert.
  • In ausgelosten Kliniken wird ein stichprobenhafter Vor-Ort-Abgleich durchgeführt.

Unsere Geschäftsstelle wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen, falls die Ergebnisse der Basisprüfung Implausibilitäten zeigen oder Ihr Haus für das Stichprobenverfahren ausgelost wurde.

Bezüglich der direkten Leistungsbereiche wird sich das IQTIG mit den betroffenen Einrichtungen in Verbindung setzen.

QS-Filter-Sollstatistik

Die Sollstatistik zeigt, wie viele Fälle in einem Krankenhaus für die externe Qualitätssicherung in einem Erfassungsjahr dokumentationspflichtig waren. Die Ergebnisse der Sollstatistik bilden die Grundlage für die Ermittlung der Dokumentationsraten eines Krankenhauses.

Seit dem Erfassungsjahr 2016 müssen von allen Krankenhäusern 2 getrennte Sollstatistiken erstellt werden.

  1. Die QSKH-Sollstatistik erfasst die Anzahl dokumentationspflichtiger Fälle, für die alle QS-Verfahren gemäß der „Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern – QSKH-RL“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
  2. Die Qesü-Sollstatistik erfasst dagegen die Anzahl dokumentationspflichtiger Fälle für alle QSVerfahren der „Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung – Qesü-RL“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). 

Informationen zu beiden Sollstatistiken 2017 vom IQTIG

PGP-Schlüssel der LQSen sowie der bisher definierten Datenannahmestellen für Qesü sind auf der Internetseite des IQTIG abrufbar

QSKH-Sollstatistik

Öffentlicher Schlüssel für die QS-Filter-Sollstatistik NRW 2017:

Bitte hier herunterladen:

Öffentlicher Schlüssel der Geschäftsstelle Qualitätssicherung NRW

Weitere Informationen

Merkblatt der Landesgeschäftsstelle (Standort Münster)

Standortbezogene Dokumentation

Die Dokumentation für nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser mit nach Standorten differenzierten Versorgungsauftrag muss seit dem Erhebungsjahr 2014 standortbezogen erfolgen.
Jedes Krankenhaus muss daher

  • die QS-Daten
  • die Sollstatistik und
  • die Risikostatistik

für jeden Standort getrennt übermitteln.Bei mehreren Standorten ist der entlassende Standort mit einer eindeutigen laufenden Nummer , beginnend mit "01", anzugeben. Liegt kein differenzierter Versorgungsauftrag vor, ist der Wert "00" zu übermitteln.

Bitte versenden Sie Sollstatistiken zu ggf. mehreren Standorten nicht zusammen in einer E-Mail. 

Hinweis zum Einsendeschluss:

Informationen zur Übermittlung der QSKH-Sollstatistik 2017

  • Übermittlung der QSKH-Sollstatistik:
    1. Februar 2018 bis zum 28. Februar 2018
    Die Konformitätserklärung ist in die methodische Sollstatistik integriert. Die Konformitätserklärung muss jeweils mit der Originalunterschrift der Geschäftsführung übermittelt werden.
  • Die methodische Sollstatistik muss sowohl in Papierform als auch in elektronischer Form abgeliefert werden.
  • Eine Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung besteht für alle Krankenhäuser, die DRG bzw. (neu seit 2008!) nach BPflV abrechnen. Es sind keine Ausnahmen zulässig. Auch bei "Nullmeldung" muss elektronisch und auf Papier übermittelt werden.
  • Bei fehlender oder verspäteter Übermittlung der Konformitätserklärung hat der G-BA eine Sanktionierung von 6.000 € beschlossen.
    Die elektronische Sollstatistik wird in NRW im bundeseinheitlich vorgegebenen Format vom 01. Februar bis zum 28. Februar 2018 ausschließlich von der Landesgeschäftsstelle angenommen.

    Die für gesamt NRW gültige E-Mail Adresse zur Übermittlung der QS-Filter-Sollstatistik nach QSKH-Richtlinie lautet:

    sollstatistik@qs-nrw.org

 Sofern die inhaltliche Prüfung abgeschlossen ist, erhalten Sie weitere Informationen per E-Mail.

Dies ist entweder eine direkte Fehlermeldung oder eine Aufforderung, sich in das Portal der Geschäftsstelle NRW einzuloggen.

Wichtig: Nur der Gesamtverantwortliche und die Geschäftsführung haben Zugang zur „Sollstatistik“.

Unter dem Reiter Sollstatistik finden Sie entweder eine Fehlermeldung oder eine Rückprotokollierung mit den Angaben aus ihrer Sollstatistik in elektronischer Form (Meldung mit Konformitätserklärung). Drucken Sie dieses Formular aus und senden Sie es mit Unterschrift/Stempel Ihrer Geschäftsführung an die Geschäftsstelle QS NRW.

für den Landesteil Westfalen-Lippe:

Geschäftsstelle Qualitätssicherung
c/o Ärztekammer Westfalen-Lippe
Gartenstr. 210-214
48147 Münster
Telefon: +49 251 9292621/2629
Telefax: +49 251 9292649
sollstatistik@qs-nrw.org

für den Landesteil Nordrhein:


Geschäftsstelle Qualitätssicherung
c/o Ärztekammer Nordrhein
Tersteegenstr. 9
40474 Düsseldorf
Telefon: +49 211 43022703
Telefax: +49 211 43022709
sollstatistik@qs-nrw.org

Risikostatistik

Bei der Risikostatistik handelt es sich um aggregierte Daten aus dem Krankenhaus-Informationssystem, die ab dem Erfassungsjahr 2013 jährlich exportiert werden müssen. Sie dienen der Risikoadjustierung für das QS-Modul Dekubitus und sollen den Dokumentationsaufwand für die Krankenhausmitarbeiter deutlich senken, da diese Informationen somit nicht mehr in jedem Datensatz abgefragt werden müssen.

Die Risikostatistik ist jedes Jahr einmalig nach Abschluss des Erfassungsjahres zu erstellen. Die Risikostatistik soll möglichst zum gleichen Zeitraum, auf gleicher Datengrundlage mit der QS-Filter-Sollstatistik erstellt werden.

Als Frist für die Übermittlung der Risikostatistik 2017 der Zeitraum 

01.02.2018 – 28.02.2018 festgelegt worden.

Die Spezifikationen und weitere Informationen zur Übermittlung der QS-Risikostatistik finden Sie unter:

https://iqtig.org/datenerfassung/spezifikationen/qs-basisspezifikation-fuer-leistungserbringer/2017/

Verfahren:
Die Datenannahme der Risikostatistik für die Krankenhäuser in NRW läuft über das BQS-Institut in Hamburg.

Die Angaben zur Risikostatistik verteilen sich auf zwei Dateien, die aus der krankenhausinternen Software generiert werden

Risikobasis_2017.txt
Risikostatistik_2017.txt

diese beiden Exportdateien werden zu einem Archiv

RS_2017_<IKNRKH>_<STANDORT>.zip

verpackt und für den Versand mit dem öffentlichen Schlüssel des BQS-Institutes verschlüsselt

RS_2017_<IKNRKH>_<STANDORT>_<Ländercode>.gpg

Ländercode: NW (für Nordrhein-Westfalen)

öffentlicher Schlüssel des BQS-Institutes:

http://www.bqs.de/kunden-extranet

Diese verschlüsselte Datei senden Sie bitte in der Zeit vom 01.02.2018 - 28.02.2018 an:

risikostatistik@bqs-institut.de

Für weitere Fragen steht Ihnen auch gerne das BQS-Team in Hamburg zur Verfügung:

Telefon: +49(0)40/254078 - 40
E-Mail: serviceline@bqs-institut.de